Am Mittwoch, 23. März fand im Clubheim des SV Wallenrod die diesjährige Informations-veranstaltung des Sportkreises Vogelsberg zum Sportabzeichen statt.   Werner Eifert konnte in seinem Grußwort knapp 50 von den 90 Prüfberechtigten willkommen heißen, ehe er die Anwesenden  über  die Situation der Hallenbelegung durch die Flüchtlinge und die neugeschaffene Einrichtung „Sportcoatches“ informierte.

Danach berichteten die Sportwartin im SPK VB Astrid Staubach und der Sportabzeichenbeauftragte Jürgen Hasenauer über die Frühjahrstagung beim LSB H in Frankfurt, die neusten Sportabzeichen-EDV-Programme und gaben die Zahlen aus dem Jahr 2015 bekannt:

So wurden im Vogelsbergkreis  insgesamt 1.531 Sportabzeichen abgenommen – 953 in den Schulen sowie 588 durch die Sportvereine.  Darunter waren auch 4 Abzeichen für Menschen mit Behinderungen. Die meisten SPAZ – Abnahmen hatten der TV Lauterbach mit 129, TV Homberg 67, und der SV Herbstein mit 61 SPAZ.  Dazu kam noch die Kreisverwaltung Vogelsberg ( Landratsamt ) mit einer Betriebssportgruppe  und 26 erfolgreichen Teilnehmern. Im Vereinswettbewerb hat der AC Alsfeld in Hessen den 5 Platz in der Gruppe 1 belegt. Bei den Familien Sportabzeichen waren 50 Fam. mit 149 Teilnehmer / 1 Fam. mit 6 Pers. / 2 mit 5 Pers. /  11 mit 4 Pers. 17 mit 3 Pers und 19 mit 2 Pers. Die meisten Vereine und einige Schulen übersenden mittlerweile ie erzielten Leistungen schon mit Hilfe von EDV Programmen.

Nachdem die anwesenden Prüfer/Innen ihre neuen Ausweise und die neusten Unterlagen (Prüfungs-bestimmungen, Einzel- und Gruppenprüfkarten, Werbeplakate) erhalten hatten, gab es auf Kosten des Sportkreises noch einen kleinen Imbiss.

SPOZ INFO 2016 (733) (Erwin Mengel) Jürgen Hasenauer + Astrid Staubach (300)

Sportkreis Vogelsberg begrüßt neue Förderrichtlinien
Bereits in seiner anlässlich der Alsfelder Messe herausgegebenen Resolution hatte der Sportkreis Vogelsberg darauf hingewiesen, dass der Sport zu den besten Mitteln gehört, um die vielen Flüchtlinge in unsere Gesellschaft zu integrieren. Zugleich wurde aber auch bemerkt, dass die Belegung der großen Sporthallen fruchtbare Integrationsangebote der Vereine verhindern. Inzwischen hat man auch seitens der Hessischen Landesregierung erkannt, welche Chancen sich über den Sport ergeben und zusammen mit dem Landessportbund und der Hessischen Sportjugend ein neues Förderprogramm entwickelt. Im Rahmen dieses Programmes besteht die Möglichkeit, sogenannte „Sport-Coaches“ für seinen Verein zu engagieren. Diese haben die Aufgabe, die Sportinteressen der Flüchtlinge heraus zu filtern und sie zu Sportangeboten zu begleiten. Außerdem sind sie für die Kommunikation zwischen Flüchtlingen, Asylbetreuern, Kommunen und den Sportvereinen zuständig. Das Programm soll den Flüchtlingen helfen sich zu integrieren, neue Kontakte zu knüpfen und die deutsche Sprache spielerisch zu lernen.
„Sport-Coach“ werden kann jeder, der einen Bezug zum Sport aufweist und Interesse an der Freiwilligenarbeit mit Flüchtlingen hat. Er/Sie sollte in seiner/ihrer Stadt/Gemeinde bereits gut vernetzt sein und kein Problem mit ganz- und halbtägigen Schulungen haben, die der Weiterbildung dienen.
Des Weiteren können auch Sport- und Bewegungsangebote der Sportvereine in den Städten und Gemeinden unterstützt werden. Jede Stadt/Gemeinde, die mehr als 40 Flüchtlinge beherbergt, ist antragsberechtigt. Je nach Anzahl der untergebrachten Flüchtlinge können 5.000€ (41 – 250 Flüchtlinge), 10.000 € (251 – 500 Flüchtlinge) oder 15.000 € (501 – 750 Flüchtlinge) gewährt werden. Städte und Gemeinden, in denen eine Erstaufnahmeeinrichtung, eine Außenstelle oder Notunterkunft besteht, können zusätzlich bis zu 25.000 Euro beantragen. Für 2016 sind 2 Mio. € im Hess. Haushalt bereitgestellt.
Dieses Geld kann für die Aufwandsentschädigung von Sport-Coaches, Übungsleitern/innen und anderen Helfern oder für Schulungsmaßnahmen verwendet werden.
Wer Interesse hat, selber Coach zu werden oder sich anderweitig an der Arbeit mit Flüchtlingen zu engagieren, kann sich unter www.sportjugend-hessen.de Informationen einholen.
Das Programm, das den Kommunen in den nächsten Tagen im genauen Wortlaut zugestellt wird, tritt zum 1. Januar 2016 in Kraft und läuft zunächst bis zum 30. April 2017.
Der Sportkreis Vogelsberg hat vor kurzem in einem Rundschreiben all seine 234 Sportvereine über das Programm informiert und darin auch gleichzeitig die Vereine gebeten, bereits angelaufene Integrationsangebote für Flüchtlinge in die extra vom Hess. Ministerium des Inneren und für Sport zusammen mit dem LSB H und der Hess. Sportjugend geschaffenen Projekt-Datenbank unter www.sport-integriert-hessen.de einzutragen. Gleichzeitig sollte auch der Integrationsbeauftragte des Sportkreises VB Günter Stiebig (Mobil: 0175-2872363 Mail: guenter.stiebig@t-online.de) informiert werden, der auch gern weitere Auskunft erteilt. Im Frühjahr wird auch noch seitens des Sportkreises eine Fortbildung für Übungsleiter/Innen zu dieser Thematik angeboten werden.

Das Bild zeigt Flüchtlinge aus Syrien, Iran, Irak und Afghanistan beim Integrationsangebot des JFV Alsfeld-Bechtelsberg auf dem Kunstrasenplatz in Alsfeld. Das Training wird geleitet von Erik Schnell-Kretschmer, der dabei ein FSJ absolviert.  (Foto: Günter Stiebig)

(Erwin Mengel – 2. Vors. SPK VB – Schule und Verein, Öffentlichkeitsarbeit)

Strategie – Workshop

Veränderungen in unserer Gesellschaft sowie im Sport erfordern Reaktionen und beeinflussen damit auch die Arbeit im Sportkreis Vogelsberg. Allein die Struktur-veränderungen im Landessportbund Hessen, die von 35 ehemaligen Sportkreisen auf 23 reduziert wurden und die Fusion zum Sportkreis Vogelsberg zur Folge hatte, verlangt ein neues Konzept und entsprechende Strategien. Da dies nicht in einer normalen Vorstandsitzung zu leisten ist, hat sich der Sportkreis entschlossen, dies in einem Workshop anzugehen und dazu auch mit Niklas Pott von der Führungsakademie des Deutschen Olympischen Sportbundes aus Köln einen sehr kompetenten Moderator einzuladen. Niklas Pott hat bereits auf Beschluss des Landessportbundes Hessen in mehreren anderen Sportkreisen diese Art von Qualifizierung der Sportkreisvorstände durchgeführt und konnte aus diesen Erfahrungen gute Vergleiche an der ein- oder anderen Stelle bringen.

Zunächst wurden in der abwechslungsreichen siebenstündigen Arbeitssitzung unter dem Motto „Sportkreisentwicklung 2020“ in einer ausführlichen Situationsanalyse unter Berücksichtigung der Chancen und Risiken die Stärken und die Schwächen des Sportkreises Vogelsberg untersucht. Danach ging es in erster Linie um das Ermitteln von Zielen, die der ländliche Sportkreis auf der Grundlage der Situationsanalyse erreichen will. Nach ausführlicher Diskussion will der Sportkreis Vogelsberg bis zum Jahr 2020 …

 

ein bekannter, anerkannter, kompetenter Ansprechpartner und Partner für die Vereine des VB-Kreises, die Kommunen und die Schulen sein.

…eine eigene Geschäftsstelle sowie einen weiterhin breit aufgestellten, funktionalen Vorstand haben, um seinen Aufgaben und Zielen gerecht zu werden.

…einen aktiven Sportkreis-Jugendvorstand geschaffen haben.

…den Sportentwicklungsplan mitentwickelt haben, um aus dessen Ergebnissen fortwährend Rückschlüsse für seine Arbeit/Aktivitäten und Projekte abzuleiten.

… ein attraktives Angebot aus wiederkehrenden Fortbildungen und Veranstaltungen für seine Vereine und deren Sportler bieten.

Da diese langfristigen Ziele nicht spontan umzusetzen sind, wurden im nächsten Schritt Teilziele entwickelt, die man bis 2017 umgesetzt haben will. Erst nach der Erfassung der Teilziele sammelte man alle erdenkbaren Maßnahmen, die zum Erreichen der Ziele sinnvoll und nützlich sind. Aus der Fülle der in Einzelarbeit zusammengetragenen Maßnahmen wurde schließlich durch persönliche Gewichtung ein Maßnahmenkatalog aufgestellt, der die Arbeit des Sportkreisvorstandes in den nächsten Jahren wesentlich beeinflussen wird. Im Einzelnen gehört dazu eine jährliche Fortbildung des Vorstandes, die Suche nach einer Räumlichkeit und personellen Besetzung einer eigenen Geschäftsstelle (Ausschreibung, Mietvertrag etc.) einschließlich einem Leistungskatalog an Tätigkeiten, ein solides Finanzierungskonzept, die Verbesserung der Öffentlichkeitsarbeit sowie der Kontakt zu den Vereinen durch Mailing und Newsletter. In weiteren Klausurtagungen sollen konkrete Projekte geplant und die sich daraus ergebenden Aufgaben im Vorstand verteilt werden, um die angestrebten Ziele auch zu erreichen.

Mit einem Dank an den Moderator Niklas Pott für seine perfekte Steuerung des Workshops sowie dem guten Gefühl, wichtige Schritte für eine erfolgreiche zukünftige Sportkreisarbeit geleistet zu haben endete dieser erste Workshop in der Geschichte des Sportkreises Vogelsberg.                                                                  (Erwin Mengel – 2. Vors)        Strategie Workshop kl